Werkzeug spannen: Überblick

Werkzeug spannen: Überblick

Überblick
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Für den schnellen Werkzeugwechsel ist es entscheidend, wie leicht und einfach sich die Spannzeuge schließen und öffnen, einsetzen und entfernen lassen. Unsere umfassende Palette bietet auch für Ihre Anwendung die effektivste Lösung.

Die folgenden Ausgangsdaten sollten Sie parat haben, um den richtigen Spanner-Typ zu wählen:

  • Presskraft des Stößels bzw. Entformungs- oder Aufzugskraft in Newton [N]

  • Werkzeuggewicht

  • Schlagrate / Hubzahl

  • Werkzeugwechsel-Rate

  • Platz, der für Spannzeuge am Stößel und Pressentisch zur Verfügung steht

Fest eingebaute oder wechselbare Spanner? Dies ist die erste und wichtigste Frage, die sich bei der Auswahl des Spannzeugs stellt. Nur fest eingebaute Spanner erlauben eine volle Automatisierung ohne weitere Hilfsmittel. Sie verlangen allerdings eine durchgängige Standardisierung der Werkzeugschnittstelle. Wechselbare Spanner sind flexibler, verhindern aber eine volle Automatisierung des Werkzeugwechsels.

Standardisierung ist der Schlüssel zur Rationalisierung und Automatisierung des Spannvorgangs. Für alle eingesetzten Werkzeuge sollten folgende Parameter gleich sein:

  • Abmessungen der Werkzeugplatte

  • Spannhub

  • Position der Spannpunkte

Obwohl Sie mit unseren Spannzeugen auch Ausnahmen optimal handhaben, sollten Sie diese doch so gering wie möglich halten.

Die erforderliche Spannkraft ist mindestens so hoch wie die Rückzugskraft des Stößels. Als Anhaltswert können Sie 10% der Presskraft annehmen. Am Pressentisch ist die gleiche Spannkraft erforderlich wie am Stößel. Teilen Sie diese Kraft durch die Zahl der Spanner, die jeweils eingesetzt werden sollen. Berücksichtigen Sie bei sehr großen und schweren Werkzeugen und hohen Schlagraten (über 200 / min) das bei der Bewegung des Stößels auftretende Trägheitsmoment.

Auswahl von Spannzeugen

  • Spannposition: Einsatz am Tisch oder Stößel, an den Seiten des Werkzeugs oder vorn und hinten.

  • Sensoren: Einige Typen sind mit Induktivsensoren ausgestattet, um die richtige Position der Spannpunkte sicherzustellen.

  • Einfahrbare Spannteile: Die haltenden Teile des Spanners fahren beim Öffnen zurück.

  • Innenliegend: Der Spannerkörper ist im Tisch oder Stößel versenkt, der Anker greift in innenliegenden Nuten oder Bohrungen am Werkzeug. Für Werkzeuge, die die Tisch- oder Stößelfläche vollständig überdecken. – Erlaubt auch Spannpunkte für unterschiedliche Größen.

  • Rollleisten-Spanner: auf der Werkzeugseite mit Rollen ausgestattete, innenliegende Doppel-Spannleiste – Rollhilfe und Spanner in Einem

  • Spannhöhe: Distanz, die der geschlossene Spanner umgreifen muss

  • Spannhub: Distanz, um die die haltenden Teile des Spanners beim Schließen bewegt werden, in der Regel zwischen 2 und 15 mm.

  • Automation: Wir bieten eine große Auswahl an Typen, die ein vollautomatisches Spannen unterstützen.

  • Antrieb: Unsere Spannzeuge werden auf drei Arten angetrieben:

    • Doppeltwirkend, hydraulisches Spannen und Öffnen – dieser Typ arbeitet nicht nur automatisch, sondern erlaubt auch aktive Sicherheitsfunktionen.
    • Einfachwirkend, hydraulisches Spannen, Öffnen über Federkraft – eine kosteneffektive Lösung, die in einigen Anwendungen auch volle Automatisierung erlaubt. Der Druck lässt sich überwachen und steuern, sodass zusätzliche Sicherheit erreicht werden kann.
    • Mechanisches Spannen, hydraulisches Öffnen – eine einfache, kostengünstige und zuverlässige Lösung.
  • Hydraulik-Versorgung: Standard G1/4", auch in UNF 9/16" erhältlich.

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