14/12/2017

Wann ist ein teleskopischer Aktuator von Nutzen?

Nehmen wir an, die Aufgabe besteht darin, eine schwere Last über eine freie Fläche zu transportieren. Normalerweise nimmt man dafür einen Gabelstapler oder einen fahrbaren Kran. Soll die Bewegung häufiger stattfinden, wird man sich eine dauerhafte Vorrichtung wünschen, wie zum Beispiel ein Förderband. Aber wenn der Platz frei bleiben muss, weil er auch anderweitig benötigt wird, braucht man eine bessere Lösung.

Eine der wesentlichen Eigenschaften der Schubkette von SERAPID ist es, dass sie auch teleskopisch arbeiten kann. Das heißt, die Kette bewegt die Last über den Platz, lädt sie ab und zieht sich dann wieder zurück.

Wie das funktioniert? Die Schubkette besteht aus form- und kraftschlüssigen Elementen, die sich unter Last zu einem starren Triebstock formieren. Der passive Teil der Kette, und damit auch der Rücklauf, bleibt dagegen flexibel und kann aufgewickelt und in einem kompakten Magazin gespeichert werden. Dieses findet leicht am Rand oder auch unter oder über der freizuhaltenden Fläche Platz.

Daraus ergeben sich echte Kosteneinsparungen, was den Wert der genutzten Fläche betrifft. Statt diese für eine bestimmte Lastbewegung zu reservieren, müssen Sie sie mit einem teleskopischen Fördermittel nur dann beanspruchen, wenn die Bewegung tatsächlich stattfindet.

Mit einer teleskopisch arbeitenden Schubkette können Sie auch Lücken und Zwischenräume im Transferweg überbrücken. So muss zum Beispiel im Werkzeugwechsel ein Zugang für Wartungs- und Einrichtungsarbeiten freigehalten werden. Ein solche Lücke kann mit einer Schubkette überbrückt werden, die das Werkzeug in die Presse schiebt und hinterher wieder zurückfährt. Ähnlich verhält es sich bei Schwellenübergängen zu Ofenanlagen oder Lackierkabinen.

Die teleskopischen Fähigkeiten der Schubkette werden u.a. auch bei der Schlussfertigung, z.B. in der Entgratung, oder in der Qualitätskontrolle eingesetzt. Die Schubkette kann auch unzugängliche Stellen erreichen, d.h. zum Beispiel durch die volle Länge eines Tunnels geführt und nach dem Einsatz wieder im Magazin aufgerollt werden. So arbeitet die Kette in einer Schweißanlage, in der ein 12 Meter hoher Derrick-Kran hergestellt wird. Der Kran besteht aus einer Röhre, die aus einzelnen Stahlplatten zusammengesetzt und an den Innenkanten präzisionsverschweißt ist. Hierfür bewegt die Schubkette in der Fertigung einen speziellen Schweißkopf durch die Röhre. Der Prozess ließ sich einfach automatisieren, so dass die Produktivität erhöht und Personal eingespart werden konnte – also nicht nur technisch ein großer Vorteil, sondern auch ökonomisch.

Thom Tinetti, Vertriebsleiter für Industrieanwendungen, SERAPID USA

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